Henkell & Co. Sektkellerei KG, Wiesbaden

Die beliebteste und meistexportierte Sektmarke trifft seit über 150 Jahren den Geschmack

Adam Henkell eröffnet „Champagnerfabrik“

Die Geschichte der berühmten Marke Henkell beginnt mit dem Weinfachmann Adam Henkell, der sich in Frankreich inspirieren lässt und in Mainz am 18. Juni 1832 zusammen mit einem Kompagnon die Weinhandlung Henkell & Cie. eröffnet, deren Alleininhaber er ab 1839 wird. Doch der Gedanke an eine eigene Schaumweinproduktion nach dem Vorbild des französischen Champagners lässt ihn nicht los. 1856 ist es endlich so weit: Adam Henkell eröffnet seine eigene Schaumweinfabrik in der Mainzer Walpodenstraße.

Enkel kreiert die Marke Henkell Trocken

Adam Henkell und später sein jüngerer Sohn Rudolf weiten in den folgenden Jahren das Geschäft aus. Doch erst der Enkel des Firmengründers, Otto Henkell, setzt ganz auf das Sektgeschäft. Aus exzellenten Grundweinen von internationaler Herkunft werden hervorragende Cuvées komponiert. Eines der Meisterstücke ist die Kreation der Marke Henkell Trocken. Otto Henkell notiert zu jener Zeit: „Kenner bevorzugen herb dosierte Sekte, die die Finesse der verwandten Grundweine besonders zur Geltung kommen lassen.“ Dass er recht behalten soll, zeigt sich später in der großen Erfolgsgeschichte von Henkell Trocken, der 1898 als Marke in das Warenzeichenblatt eingetragen wird.

Henkell Trocken knackt die 3-Millionen-Marke

Kaufmännisches Geschick und Mut zu neuen Wegen zeichnen Otto Henkell aus: Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts erkennt er die Bedeutung von Werbung und investiert schon 1904 ganze 100.000 Mark in „Reklame“. Mit originellen, witzigen und satirischen Anzeigenmotiven, die auf aktuelle Ereignisse Bezug nehmen und von zeitgenössischen Künstlern gestaltet werden, wirbt die Marke in beliebten Zeitschriften wie „Jugend“ und „Simplicissimus“. Dazu setzt Otto Henkell auf Gemeinschaftswerbung mit Stollwerck oder Adam Opel. Der hohe Aufwand für Werbung und die konsequente Markenpolitik rechnen sich: Im Jahr 1906 erreicht der Absatz von Henkell Trocken die Rekordmarke von 3 Millionen Flaschen.

Einweihung von Henkellsfeld

Erfolg schafft auch Platzprobleme: Das in Mainz ansässige Unternehmen besitzt mittlerweile 50 weit verstreute Produktionsstätten. Der bekannte Architekt Paul Bonatz bekommt den Zuschlag für den Kellereineubau in Wiesbaden-Biebrich und errichtet innerhalb von zwei Jahren Henkellsfeld – ein repräsentatives Gebäude im klassizistischen Stil, das über einen sieben Stockwerke tiefen Weinkeller verfügt. Neben hochmodernen Produktions- und Lagerbedingungen bietet das Haus prächtige Räumlichkeiten für kulturellen und gesellschaftlichen Austausch – ein Anliegen, dem sich das in der Region verhaftete Unternehmen schon damals verpflichtet fühlt.

Pikkolo und „Schwarzer Herr“

Der Erste Weltkrieg legt die Produktion von Henkell Trocken vorübergehend lahm. 1929, nach dem Tod Otto Henkells, setzt sich unter der Führung von Bruder Karl und Neffe Stefan Karl der Erfolg der Marke fort: 1935 lässt das Haus die Bezeichnung „Pikkolo“ für die Viertelflaschen schützen, ein Jahr später wird der „Schwarze Herr“ zum Markenzeichen von Henkell Trocken. Als Otto Henkells Nachfolger im Zweiten Weltkrieg ums Leben kommen, übernimmt der junge Otto Henkell II. im Jahr 1944 das Familienunternehmen. Ihm gelingt es, trotz eines teilweise zerstörten Firmengebäudes und des zusammengebrochenen Sektmarktes die Marke Henkell Trocken wieder zum Erfolg zu führen – sie wird zum Gattungsbegriff für deutschen Sekt.

Aufstieg in Wirtschaftswunderzeiten

Intensive Werbemaßnahmen bringen die Marke in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts auf Erfolgskurs. Otto Henkell II. erweist sich als vorausschauender Geschäftsmann: Er baut das Importgeschäft aus, fädelt geschickte Zukäufe und Beteiligungen ein und setzt auf zeitgemäße Neuerscheinungen. Unter anderem kommt 1964 die besonders preisgünstige Marke Rüttgers Club heraus, die sich schnell zum mengenmäßigen Marktführer entwickelt. Im Jahr 1979 erscheint als Hommage an den Firmengründer die Premiummarke Adam Henkell.

Die Marke Henkell heute

Zum Start in das neue Jahrtausend erweitert die Kellerei ihr Sortiment um prickelnd frische Varianten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und modernisiert ihren Medienauftritt: Seit 2004 begleitet das Motto „Auf das Leben“ den sympathischen Auftritt der Marke. In den folgenden Jahren reißen die Jubiläumsfeierlichkeiten nicht ab: 2006 feiert das Haus „150 Jahre Henkell-Sekt“ und ein Jahr später sein 175-jähriges Kellereijubiläum. Am 27. November 2009 findet schließlich ein großer Festakt zum 100. Geburtstag von Henkellsfeld statt. Die Auszeichnung zur Marke des Jahrhunderts in der Kategorie Sekt, die Henkell Trocken im gleichen Jahr vom Langenscheidt-Verlag verliehen wird, erfüllt das Haus mit besonderem Stolz und bestätigt die erfolgreiche Markengeschichte.

  • Der Henkell & Co. Sektkellerei KG Stammsitz in Wiesbaden-Biebrich: Von hier aus werden die unverwechselbaren Charaktere der Traditionsmarken gepflegt.
  • 1832 in Mainz gegründet, steht die seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Wiesbaden ansässige Kellerei für die bekannteste und beliebteste Marke im deutschen Sektmarkt, Henkell Trocken.

    Das repräsentative Sekthaus ist heute Stammsitz und Zentrale der international tätigen Henkell-Gruppe.

    Webseite
    www.henkell.de

  • Es ist nicht nur wichtig, dass der ausgewählte Sekt mit den Speisen harmoniert, sondern auch, dass er die perfekte Trinktemperatur hat.
  • Die Auszeichnung zur Marke des Jahrhunderts in der Kategorie Sekt, die Henkell Trocken im Jahr 2009 vom Langenscheidt-Verlag verliehen wird, erfüllt das Haus mit besonderem Stolz und bestätigt die erfolgreiche Markengeschichte.

  • Der Marmorsaal ist der repräsentative Eingangsbereich von Henkellsfeld in Wiesbaden-Biebrich, dem Firmensitz der Henkell & Co. Sektkellerei KG.
  • Kellereisitz Wiesbaden: Der Repräsentationsbau mit hohem Zweckwert wurde von dem renommierten Architekten Paul Bonatz erbaut.

    Der Marmorsaal ist der repräsentative Eingangsbereich von Henkellsfeld in Wiesbaden-Biebrich, dem Firmensitz der Henkell & Co. Sektkellerei KG.

  • Als Adam Henkell 1832 mit Wein zu handeln begann, war er weit in der Welt herumgekommen: Er schätzte Frankreich und die französische Lebensart, die er den Deutschen mit dem Verkauf seiner Weine ein Stück weit nahebringen wollte. Das Weinsortiment wurde später durch Sekt ergänzt.
  • Als Adam Henkell 1832 mit Wein zu handeln begann, war er weit in der Welt herumgekommen: Er schätzte Frankreich und die französische Lebensart, die er den Deutschen mit dem Verkauf seiner Weine ein Stück weit nahebringen wollte.

    Das Weinsortiment wurde später durch Sekt ergänzt.